Autor Thema: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!  (Gelesen 18736 mal)

Offline Klaus

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Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« am: Oktober 11, 2007, 09:06:03 Nachmittag »
Da hab ich ja was ganz verschlafen:

Zitat
   

«Ein Meilenstein ist gesetzt»

Die Verkehrsminister von Österreich, der Schweiz und Liechtenstein haben gestern einen grenzüberschreitenden Vertrag unterzeichnet. Er bildet die Grundlage für den Ausbau der regionalen S-Bahn zwischen Feldkirch und Buchs.


Von Niki Eder

«Ein Meilenstein ist gesetzt», freute sich Regierungsrat Martin Meyer gestern im Anschluss an die Unterzeichnung des Vertrags über die Zusammenarbeit der Schweiz, Österreich, und Liechtensteins bei der künftigen Entwicklung des Eisenbahnwesens. Bundesrat Moritz Leuenberger und der österreichische Verkehrsminister Werner Faymann waren dazu nach Vaduz gereist. Im Rahmen eines Pressegesprächs gaben auch sie ihrer Zufriedenheit über die neue Vereinbarung Ausdruck. «Es ist die Philosphie unseres Landes, dass alle Regionen an wirtschaftliche Zentren angebunden sind», erklärte Leuenberger. «In diesem Sinne liegt uns der Ausbau des Liniennetzes zwischen den drei Ländern natürlich sehr am Herzen.» Mit dem trilateralen Abkommen wurde die rechtliche Grundlage dafür geschaffen.

S-Bahn als Alternative für Pendler

Rund 15 000 Pendler sind in Liechtenstein beschäftigt. Von 1999 bis 2005 hat der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Liechtenstein und Vorarlberg um knapp 40 Prozent zugenommen. Die Folge: Verkehrsüberlastung. «Mit dem Ausbau einer regionalen S-Bahn soll eine wirkliche Alternative für den Individualverkehr geschaffen werden», betonte Martin Meyer. Diese Ansicht teilt Moritz Leuenberger: «Der Pendlerverkehr muss künftig genauso wie die Händlerströme auf die Schiene verlagert werden.»
Mit dem Vertrag wurde ein liechtensteinisch-österreichisch-schweizerischer Lenkungsausschuss geschaffen und auf eine rechtliche Basis gestellt. Seine Aufgabe ist es, die Bedingungen für die Schaffung einer solchen grenzüberschreitenden S-Bahn zu untersuchen. Auch eine Machbarkeitsstudie befindet sich in Arbeit. «Gemeinsame Konzepte, Studien und Projekte sind aus dieser guten Zusammenarbeit bereits entstanden. Weitere werden folgen», sagte Werner Faymann. «Somit stehen wir dem Projekt sehr positiv gegenüber. Nach der Unterzeichnung werden wir uns mit unseren Partnern natürlich über die genauen Rahmenbedingungen unterhalten müssen.»
Zu den nächsten Schritten im S-Bahn-Projekt gehört die Abklärung technischer Fragen – zum Beispiel, wo in Liechtenstein die Schienenstrasse doppelspurig verlaufen soll und an welchen Standorten Haltestellen eingerichtet werden müssen. In Kenntnis der notwendigen Investitionen, der künftigen Augestaltung der ÖBB-Konzession auf liechtensteinischem Gebiet sowie der Eigentumsverhältnisse werden anschliessend Modelle zur Finanzierung ausgearbeitet. Dann entscheiden die Verkehrsminister der drei Länder über die Realisierung. «Das Ziel ist ein grenzüberschreitender Halbstundentakt», sagte Regierungsrat Martin Meyer.

Verkehr und Umweltschutz

Neben dem Eisenbahnwesen diskutierten die Verkehrsminister im Rahmen ihres Arbeitsgesprächs auch über Themen wie die Alpentransitbörse, die Verbindung der österreichischen Autobahn A 14 und der Schweizer Autobahn A 13 sowie die ökologische Ausgestaltung der Motorfahrzeugsteuer. Wenn auch durch verschiedene Massnahmen, so versuchen doch alle drei Nachbarländer, energieeffiziente und emissionsarme Motorfahrzeuge zu fördern. Zusätzlich zum Klimarappen soll es zum Beispiel in der Schweiz künftig ein Bonus/Malus-System und eine Energie- und Umweltetikette geben. In Österreich wird der Käufer eines Neuwagens belohnt, wenn er sich für verbrauchsarme Fahrzeuge entscheidet. Und in Liechtenstein befasst sich die Regierung zur Zeit mit einem Konzept zur Abänderung des Motorfahrzeugsteuergesetzes – welches sich auf ökologische Kritierien stützt.
Verkehr und Umweltschutz sind zwei untrennbare Themen, die nur länderübergreifend angegangen werden können. Das gestrige Treffen der Verkehrsminister bestätigte wieder einmal, wie fruchtbar eine solch grenzüberschreitende Zusammenarbeit sein kann.

http://www.vaterland.li/page/archiv/detail.cfm?id=24334

Super Sache! Allerdings liegt zwischen politischen Versprechen/Abkommen und der Realisierung oft eine enorme Zeitspanne. Eventuell können wir hier aber schon die Errichtung eines Teilstücks einer zukünftigen Bodensee S-Bahn beobachten!

Offline Klaus

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #1 am: Oktober 11, 2007, 09:08:23 Nachmittag »
Zitat
Verkehr macht an der Grenze nicht Halt

Vaduz, 4. Mai 2007 (pafl) - Im Rahmen eines gemeinsames Arbeitsgespräches zwischen dem österreichischen Verkehrsminister Werner Faymann und dem liechtensteinischen Verkehrsminister Martin Meyer drehte sich alles um den grenzüberschreitenden Verkehr in Form von Bus und Bahn. "Wir arbeiten aktiv an der Weiterentwicklung des öffentlichen Schienennetzes und der bereits jetzt sehr guten Anbindung der grenzüberschreitenden Linienbusse", so die beiden Minister Werner Faymann und Martin Meyer.


Durch die vielen tausenden Pendler, die jeden Tag von der Schweiz und Österreich nach Liechtenstein wechseln, kommt dem grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs ein hoher Stellenwert zu. Beide Minister unterstrichen ausdrücklich die Wichtigkeit des öffentlichen Verkehrs. Mit konkreten Initiativen soll der grenzüberschreitende öffentliche Verkehr künftig nochmals gestärkt werden.

Bahn in der Region St. Gallen, Vorarlberg und Liechtenstein
Ein Hauptthema des gemeinsamen Gedankenaustausches zwischen Österreich und Liechtenstein war das Projekt einer grenzüberschreitenden S-Bahn in der Region St. Gallen, Vorarlberg und Liechtenstein. Minister Faymann: "Wir stehen dem Projekt sehr positiv gegenüber. Neben der Unterzeichnung des bereits paraphierten Staatsvertrags müssen wir uns mit unseren Partnern natürlich über die Finanzierung unterhalten." Verkehrsminister Martin Meyer betonte in der Diskussion noch einmal die Wichtigkeit dieses grenzüberschreitenden Projektes für Liechtenstein: "Die S-Bahn ist einer unserer Hauptträger im Verkehrskonzept für Liechtenstein. Aufgrund der sehr dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung Liechtensteins wird uns das Thema Verkehr in Zukunft noch mehr betreffen. Nur ein sehr gutes Konzept mit ausgezeichneten grenzüberschreitenden Anbindungen wird den gewünschten Umsteigeeffekt auf den öffentlichen Verkehr bringen."

Grenzüberschreitend Mobil
Unter dem Motto "grenzüberschreitend Mobil" diskutierten Martin Meyer und Werner Faymann auch die grenzüberschreitende Busverbindungen zwischen Liechtenstein - Vorarlberg. Offene Fragen über die Anschlusssicherung von Bus und Bahn standen ebenso auf dem Traktantenprogramm wie die im Jahr 2017 auslaufende Konzession der ÖBB in Liechtenstein und ein umfangreicher Erfahrungsaustausch beim Thema "Mobilitätsmanagement". Minister Faymann informierte sich in diesem Zusammenhang vor allem auch über die geplante Einführung des Mobilitätsmanagements in der Landesverwaltung in Liechtenstein.

Das Arbeitsgespräch in Wien war das erste gemeinsame Gespräch zwischen den beiden Ministern Werner Faymann und Martin Meyer. Beide Minister waren sich einig, dass weitere Gespräche über die Weiterentwicklung des öffentlichen Schienennetzes und Regionalverkehrs nützlich und notwendig sein werden. "Speziell im Hinblick auf das S-Bahn Projekt braucht es noch weitere Koordination und klare Entscheide", so Martin Meyer und Werner Faymann abschliessend.

Quelle: Presse- und Informationsamt des Fürstentums Liechtenstein (pafl)
http://www.transform.li/aktuelles.html

Zitat
Ein wichtiger Bahn-Schritt

Die Vertragsunterzeichnung von Liechtenstein, Österreich und der Schweiz zum Ausbau der Bahnstrecke Feldkirch-Buchs ist die Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Eisenbahn als Rückgrat des regionalen öffentlichen Verkehrs.


Der VCL-Vorstand dankt Regierungsrat Martin Meyer für seinen Einsatz, die Vertragsunterzeichnung trotz Schwierigkeiten unter Dach und Fach zu bringen. Doch noch viel Einsatz ist nötig, damit die Bahn im Jahre 2012 zwischen Feldkirch und Buchs in der Hauptverkehrszeit der Pendler im 30-Minuten-Takt fährt. Nur so kann sie einen Grossteil der Ein-Pendler aus Vorarlberg befördern.

Welcher Ausbau ist nötig?

Um einen reibungslosen und ausbaufähigen Bahnverkehr für die modernen, leisen Regionalzüge (Typ Talent oder Flirt) zu gewährleisten, braucht es wahrscheinlich einen Doppelspurausbau von Tisis bis zum Bahnhof Nendeln. Und damit die Bahn für die ArbeitnehmerInnen attraktiv ist, braucht es neue Haltestellen bei der Industrie Schaan und im Industriegebiet Schaanwald.

Als Unterländer Bahn-Bus-Knoten soll der Bahnhof Nendeln dienen, mit attraktiven Busverbindungen ins Industriegebiet Bendern. Erforderlich ist auch eine Aufwertung und Neugestaltung des Bahnhofs Schaan; zusammen mit dem geplanten Bushof ergibt er eine attraktive Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs in Schaan.

http://www.vcl.li/?page=2102&id=96
« Letzte Änderung: Oktober 11, 2007, 09:13:22 Nachmittag von rheintram »

Offline Jack

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #2 am: Oktober 11, 2007, 09:24:03 Nachmittag »
Finde ich echt klasse!!  :D :D

Offline konstantin

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #3 am: Oktober 12, 2007, 10:39:00 Vormittag »
Ich finde das auch klasse, hoffentlich wird das Projekt relativ rasch umgesetzt.  :-\
Webseite des Vereines Pro Bahn Vorarlberg: www.probahn-vlbg.at

Offline Klaus

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S-Bahn Feldkirch - Sargans
« Antwort #4 am: Februar 04, 2008, 08:17:46 Nachmittag »
Zitat
S-Bahn von Feldkirch nach Sargans
Eine Schnellbahnverbindung von Feldkirch nach Sargans, das ist die Vorstellung von acht Organisationen aus Liechtenstein, Vorarlberg und dem Kanton St. Gallen (CH). Die Züge sollen im Viertel-Stunden-Takt verkehren.
            
            Einzige vernünftige Verkehrslösung
Stadtrat Walter Schwarz von den Feldkircher Grünen sagt, die S-Bahn wäre die einzige Chance, den Verkehr in der Region in den Griff zu bekommen.

"Der Rösslepark, das Schulzentrum und das Spital sollen die Feldkircher Haltestellen sein. Für uns ist es wichtig, dass der ganze Pendlerstrom nach Liechtenstein eine attraktive Alternative zum Auto geboten bekommt", sagt Schwarz.
            
            
            Öffentlicher Verkehr muss attraktiver werden
Die Vertreter aus Liechtenstein, Vorarlberg und dem Kanton St. Gallen sehen die jetzigen Strassenprojekte, wie die Südumfahrung Feldkirch, kritisch. In Zeiten steigender Treibstoffpreise wären Investitionen in den Straßenverkehr der falsche Weg. Der richtige Schritt wäre, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen.

Offline Klaus

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Bald Entscheidung über regionale S-Bahn
« Antwort #5 am: März 04, 2008, 10:34:02 Vormittag »
Zitat
Bald Entscheidung über regionale S-Bahn
Liechtenstein wird in den nächsten Monaten über die Realisierung einer regionalen S-Bahn zwischen Vorarlberg, Liechtenstein und der Ost-Schweiz entscheiden. Ein entsprechender Staatsvertrag wurde bereits unterzeichnet.
            
S-Bahn könnte 2013 den Betrieb aufnehmen
Jetzt werde die vorliegende Machbarkeits-Studie analysiert, sagt Liechtensteins Verkehrsminister Martin Mayer. Die S-Bahn könnte im Jahr 2013 den Betrieb aufnehmen und würde eine erhebliche Verkehrsentlastung in Liechtenstein bringen, so Mayer.
                     
2.000 Vorarlberger mit Öffis zur Arbeit
Mayer geht davon aus, dass ein Viertel der rund 8.000 Vorarlberger, die in Liechtenstein arbeiten, nach Realisierung der S-Bahn mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren würden.

http://vorarlberg.orf.at/stories/261100/

Offline Wrzlbrnft

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #6 am: März 04, 2008, 12:44:25 Nachmittag »
2013 ist ein ehrgeiziges Ziel. Würde aber natürlich prima passen, da der Termin dann gleichzeitig mit dem Ausbau der S-Bahn St. Gallen einherginge. Hoffentlich wird diese S-Bahn dann auch ins Schweizer Tarifsystem eingebunden, damit ich mit meinem GA im Viertelstundentakt nach Feldkirch pilgern kann.  8)

Weiß man eigentlich, was dann aus der bisherigen Linienführung über Altenstadt wird? Für den Schnellzugsverkehr wird die sicher weiter in Betrieb bleiben, aber ob's dann noch Züge nach Gisingen, Altenstadt und Tisis geben wird?
« Letzte Änderung: März 04, 2008, 12:53:53 Nachmittag von Wrzlbrnft »

Offline Klaus

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #7 am: März 04, 2008, 03:36:06 Nachmittag »
Südumfahrung kommt sicher nicht so schnell, das wäre zwar schön, aber das ist ein Traum der nicht so bald wahr wird. Wahrscheinlich wird man halt ein paar Doppelspurinseln bauen und einen ordentlichen Takt einführen. Das ist schon einiges, mehr wird sich kaum spielen!
« Letzte Änderung: März 06, 2008, 02:35:21 Vormittag von rheintram »

Offline Klaus

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #8 am: März 16, 2008, 06:15:12 Nachmittag »
Zitat
It's Time for a Change

Wie Heinz Frommelt, ehemaliger VU-Parteipräsident, im Wirtschaft Regional vom 1.3. festhält, tendieren Menschen dazu, Veränderungen erst vorzunehmen, wenn sie unumgänglich werden. Er schreibt: “Veränderung ist manchmal die einzige Chance, um zu überleben.” Was für den Finanzplatz Liechtenstein gelten mag, gilt in kritischer Weise auch für das Verkehrswesen.

Im Verkehrswesen heissen die Zeichen der Zeit “Peak Oil” oder das Ende der billigen Treibstoffe. Vielleicht schon heute, sicherlich aber im Lauf der nächsten Jahre, wird die Nachfrage nach konventionellem Erdöl und Erdgas das Angebot deutlich übersteigen. Dies bei steigender Tendenz der Nachfrage und sinkender Tendenz des Angebots. Instabile und steigende Preise der Treibstoffe werden die Folge sein.

“Wer sich Veränderungen nicht stellt, wird es nicht schaffen” sagt Frommelt. Für unsere Verkehrspolitik bedeutet dies: Planungs-Stopp für die Umfahrungsstrassen von Schaan, Triesen, Vaduz sowie Eschen, Nendeln; Ausbau der Eisenbahn Feldkirch-Buchs zur S-Bahn mit Südeinfahrt von Tisis zum Bahnhof; Ausbau der Eisenbahn Buchs-Sargans zur regionalen S-Bahn mit Halt an allen Stationen, eventuell unter Mitfinanzierung durch Liechtenstein; Förderung des Fuss- und Radverkehrs.

Nur durch die Abkehr von einer auf das Auto fokussierten Verkehrspolitik gestalten wir selbst die Zukunft ohne massive Brüche und Verwerfungen. Nur durch das richtige und rechtzeitige Stellen der Weichen hin zu einem energieeffizienten Verkehrswesen mit der Eisenbahn als regionalem Rückgrat des öffentlichen Verkehrs wird Liechtenstein für die vielen Einpendler ein attraktiver Arbeitsort bleiben.


http://vcl.li/?page=2102&id=107

Offline Wrzlbrnft

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #9 am: April 12, 2008, 12:35:28 Vormittag »
Zitat
Neue Impulse für Rheintalbahn
Liechtensteiner S-Bahn braucht Kapazität bis Buchs – zu teuer für die Schweiz

BUCHS. Liechtenstein macht Druck für ein verbessertes Bahnangebot im Dreiländereck. Bis 2013 soll es realisiert sein. Damit kommt neuer Schwung in die Diskussion um den Ausbau der Rheintallinie.


Reinhold Meier

Verkehrsexperten aus Österreich, Liechtenstein und der Schweiz haben bei einem Anlass der IG Öffentlicher Verkehr ihre gemeinsamen Interessen zum Ausbau des Schienenverkehrs beschworen. Zugleich wurde deutlich, dass das Seilziehen um das künftige Bahnangebot in der Grenzregion auch Züge eines Schwarz-Peter-Spiels trägt.

Denn Liechtenstein möchte jetzt definitiv eine S-Bahn, braucht dazu aber Ausbauten nicht nur im Ländle, sondern auch im angrenzenden Ausland. Die Region Werdenberg will ihre bisherigen Haltepunkte erhalten und benötigt dafür eine Doppelspur südlich von Buchs. Der Kanton findet beides gut, kann den Ausbau aber nicht finanzieren, weil er den Bund in der Pflicht sieht – Güter- und Fernverkehr tragen schliesslich zum Engpass auf der eingleisigen Strecke bei. In Bern betrachtet man eine S-Bahn dagegen als regionale Aufgabe.

FL-A-CH-Bahn ist machbar

Das Bekenntnis des Liechtensteiner Regierungsrats Martin Meyer war dennoch klar. Die FL-A-CH-Bahn genannte Verbindung von Feldkirch über Schaan und Buchs mit einer Fortführung nach Sargans soll keine Vision bleiben, sondern ab 2013 starten, sagte er: «Die Machbarkeit ist gegeben.» Infrastrukturmassnahmen wie die Erneuerung der Bahnhöfe und ein Doppelspurabschnitt zwischen Tisis und Nendeln würden jetzt projektiert.

Kanton kein Lückenbüsser

Zugleich bedauerte er, dass das gewünschte Fahrplankonzept mit einem 30-Minuten-Takt im Hauptverkehr, zumindest vorerst, nur zwischen Feldkirch und Buchs umsetzbar sei. Dies wegen des Verzichts auf die Doppelspur zwischen Buchs und Räfis. Die Bedenken gegen diesen Verzicht habe man dem Bundesrat mitgeteilt. «Wir kämpfen für die Region», erklärte er – ohne dabei auf die Finanzierungsfrage einzugehen. Den Schwarzen Peter für den Verzicht auf die Doppelspur im Werdenberg möchte sich der Kanton aber nicht zuschieben lassen. Dies machte Andreas Bieniok, Leiter des kantonalen Amtes für Öffentlichen Verkehr, deutlich.

Finanzspritze aus Liechtenstein?

Einerseits stehe der Bund in der Pflicht, einen Beitrag an die nötigen Infrastrukturausbauten zu leisten. Anderseits gälte es, mit den vorhandenen Mitteln Realistisches umzusetzen. Er plädierte deshalb für eine Verlängerung der Ring-S-Bahn S4 mit stündlichem Halt in Sevelen und eine Verdichtung des Busangebots zwischen Buchs und Sargans auf einen Halb-Stunden-Takt mit Verknüpfungen nach Liechtenstein. Ob aus dem Fürstentum Support zu erwarten sei, blieb offen.

Quelle St. Galler Tagblatt: http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1494739&ressort=tagblattheute/ostschweiz&jahr=2008&ressortcode=tb-os&ms=hauptseite

Offline Klaus

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #10 am: Mai 08, 2008, 03:01:02 Nachmittag »
und wieder was neues:

Zitat
Liechtenstein plant S-Bahn für Pendler

Mehr als 32.000 Personen pendeln täglich in und nach Liechtenstein zur Arbeit. Knapp die Hälfte davon kommen aus Vorarlberg, der Schweiz und dem deutschen Bodensee-Raum. Liechtenstein will für sie nun eine S-Bahn bauen.
            
Verbindung im 30-Minuten-Takt
Die Liechtensteiner Regierung will die Pendler vom Auto auf die Bahn bewegen und setzt dabei auf ein regionales Schnellbahnkonzept zwischen Buchs und Feldkirch. Laut dem Liechtensteiner Regierungsrat Martin Meyer ist ab dem Jahr 2013 eine Verbindung im 30-Minuten-Takt geplant. In den beiden Orten soll es laut Meyer "optimale Anschlussverbindungen geben".
            
Bauarbeiten ab 2010
Im Sommer soll eine Vereinbarung mit dem Land Vorarlberg und dem Schweizer Kanton St. Gallen unterzeichnet werden. Ab 2010 soll dann gebaut, die Bahn ab 2013 in Betrieb genommen werden. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch die Bahnhöfe und Gleisanlagen modernisiert.

http://vorarlberg.orf.at/stories/276133/

Offline Klaus

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #11 am: Juli 01, 2008, 12:04:08 Nachmittag »
Aus dem aktuellen VCL Newsletter:

Zitat
S-Bahn Feldkirch-Buchs rückt näher

Der VCL-Vorstand teilt die offizielle Ansicht, dass die unterzeichnete Absichtserklärung ein wichtiger Schritt ist für den prioritären Ausbau der grenzüberschreitenden Eisenbahn im Dreiländereck Liechtenstein, St. Gallen und Vorarlberg. Er dankt dem Ressort Verkehr unter RR Martin Meyer für den grossen Einsatz.

Dem Vorstand ist bewusst, dass die erste Ausbaustufe mit Funktionsfähigkeit etwa um 2015 voraussichtlich noch wichtige Wünsche offen lassen wird. Dies sind: Haltestelle Schaan-Industrie; Haltestelle Schaanwald-Dorf; Bahn-Südeinfahrt Tisis-Feldkirch mit Erschliessung des Landeskrankenhauses, des Schulzentrums und der Innenstadt.

Offline Wrzlbrnft

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #12 am: Juli 25, 2008, 03:16:28 Nachmittag »
Auf vol.at derzeit zu finden:

Zitat
Feldkirch: Straßenbahn zur Verkehrsentlastung?

Feldkirch - Das Stadtgebiet von Feldkirch braucht eine Verkehrsentlastung. Mehrere Varianten stehen zur Auswahl, am Mittwoch wurden der Bevölkerung zwei weitere Alternativen vorgestellt.


Bisher wurden mehrere Varianten mit dem Bau von Straßentunnels und unterirdischen Kreisverkehren zur Verkehrsentlastung ins Auge gefasst. Doch auch ohne den Bau von Tunnels könnte eine Entlastung möglich sein, wie zwei Projekte beweisen, die der Feldkircher Bevölkerung am Mittwoch Abend präsentiert wurden. Variante A sieht eine Schnellbahn von Feldkirch nach Buchs und von Bludenz nach Bregenz vor. Zusätzlich müsste der Rad- und Fußgängerverkehr gefördert werden. Variante B umfasst eine Straßenbahn im Feldkircher Stadtgebiet, kombiniert mit dem Bau einer Schnellbahn.

Das letzte Wort in Sachen Verkehrsentlastung für Feldkirch ist noch nicht gesprochen; eine Entscheidung ob nun ein Tunnel, eine Schnellbahn, eine Straßenbahn oder eine Kombination aus mehreren Varianten umgesetzt wird, wird erst gegen Ende des Jahres fallen.

Quelle und eine "interessante" Diskussion zu dem Thema: http://www.vol.at/news/vorarlberg/artikel/_/cn/news-20080703-10433057

Offline Klaus

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Re: Regio-S-Bahn Feldkirch - Buchs offenbar in Planung!
« Antwort #13 am: Oktober 23, 2008, 06:47:18 Nachmittag »
Zitat
Fürstentum plant Schnellbahn
Der Liechtensteiner Landtag hat am Mittwoch "Grünes Licht" für die Planung einer S-Bahn-Linie im Fürstentum gegeben. Davon könnten auch Grenzgänger aus Vorarlberg profitieren.
            
Millionen Franken gehen in die Planung
Bis 2011 werden dafür fünf Millionen Schweizer Franken zur Verfügung gestellt. Die neue S-Bahn könnte zwischen Feldkirch und Buchs verkehren und damit auch Vorarlberger Pendler zum Umstieg auf die Schiene bewegen.

orf.at

Offline bdz04

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Feldkirch - Liechtenstein - Buchs
« Antwort #14 am: Januar 29, 2009, 11:35:36 Nachmittag »
Ein Beitrag aus www.lok-report.de:

Österreich: Planungsvereinbarung über Schienenausbau nach Liechtenstein
Am Donnerstag haben Infrastrukturministerin Doris Bures und ihr Liechtensteiner Amtskollege Regierungsrat Martin Meyer in Wien die Planungsvereinbarung über den Ausbau der internationalen Eisenbahnverbindung von Feldkirch nach Buchs in der Schweiz durch das Staatsgebiet des Fürstentums unterzeichnet. Bures wies nach der Vertragsunterzeichnung darauf hin, dass mit diesem Projekt die Schienenverbindung deutlich attraktiviert werden kann, was vor allem den rund 8.000 Pendlerinnen und Pendlern zugute kommen würde. Meyer sprach von einem "klaren Mehrwert für die gesamte Region", man suche "nicht nur punktuelle Lösungen, sondern grenzüberschreitende".
Beide Ressortchefs betonten die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Österreich und Liechtenstein. "Wenn wir nach dem Abschluss der Planungen das Projekt umsetzen, rücken Österreich und Liechtenstein noch enger zusammen", sagte Bures. Generell zeigte sie sich im Hinblick auf die Umsetzung des Bahnausbaus, der nach Abschluss der Planungen in drei Jahren beginnen könnte, optimistisch: "Die Realisierung ist die klare Zielsetzung."
Zwischen Vorarlberg und Liechtenstein pendeln täglich rund 8.000 ArbeitnehmerInnen - die ausgebaute Bahnverbindung soll den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern, erläuterte Bures. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind überzeugt, dass dieses zusätzliche Angebot gut angenommen wird - sie geht davon aus, dass das Personenverkehrsaufkommen auf der Schiene um 60 Prozent steigen würde.
Derzeit fahren täglich 1.600 Reisende mit dem Zug, nach dem Ausbau wird sich Zahl nach Einschätzung der ÖBB um 950 pro Tag steigern. Das bedeutet weniger Stau auf den Straßen und eine deutliche Verringerung der Schadstoff- und Feinstaubelastung in der Region. "Und für die Bahnkunden heißt das schnellere und komfortablere Verbindungen", betonte die Infrastrukturministerin.
Zum Planungsvertrag selbst: In den kommenden drei Jahren wird man den zweigleisigen Ausbau zwischen Tisis in Vorarlberg und Nendeln in Liechtenstein planen und bis zur Baureife entwickeln. Das ist die Voraussetzung, um die notwendigen Schienenkapazitäten für einen 30-Minutentakt zwischen Feldkirch (Vorarlberg) und Buchs in der Schweiz (an der Grenze zu Liechtenstein) zu schaffen.
Diese Schnellbahnverbindung zwischen Feldkirch und Buchs ist ein weiterer Schwerpunkt im Übereinkommen. Ziel ist es, dass auf dieser Linie eine Schnellbahn im Halbstundentakt verkehrt. Außerdem sollen die Bahnhöfe und Haltestelle zeitgemäß adaptiert werden.
Weiters sind in den Eckpunkten der Planungsvereinbarung Lärmschutzmaßnahmen, die Erhöhung der Geschwindigkeit und die Aufteilung der Planungskosten von voraussichtlich 4,5 Millionen Euro fixiert. Demnach übernimmt Liechtenstein 60 Prozent und Österreich 40 Prozent. Österreich sichert überdies zu, dass in Abstimmung mit den Planungen auf Liechtensteiner Gebiet auch die Planung für den Streckenabschnitt auf österreichischer Seite durchgeführt wird.
Binnen drei Jahren will man die Planungen abgeschlossen haben, dann sollen für alle erforderlichen Verfahren genehmigungsfähige Einreichunterlagen vorliegen (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 30.01.09).


 

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